Freitag, 13. Februar 2015

Makai - Valentins Version

Ich habe früher mal in einer großen Firma in meinem Heimatort gearbeitet.
Dort gab es eine superleckere Kantine mit ganz tollen Gerichten.
(Also nicht das klassische Kantinenallerlei)

Dort gab und gibt es heute noch ab und zu ein Dessert das
sich

MAKAI


nennt.
(Eigentlich eine simple Quarkspeise )

Es gibt dort Angestellte die gehen oft nur dann in die Kantine,
wenn es das besagte Dessert gibt. Nun habe ich damals als
ich die Firma verlassen habe, die Köche gefragt, ob sie mir
denn das Rezept verraten könnten, denn ich würde ja nicht
mehr in den Genuß davon kommen....aber leider hatte ich
keinen Erfolg, denn das Rezept ist seit über 25 Jahren geheim.
Ich bekam nur mitgeteilt , es wäre Quark, Pudding und Sahne.

Vor ein paar Jahren hatte ich Glück durch meine Arbeit
von einer Angestellten der Firma eingeladen zu werden.
Ich habe extra mit ihr einen Termin vereinbart an dem es auch
das Makai in der Kantine als Nachtisch gab.
Es war wieder so ein "lecker-schmecker-Erlebnis"
auf das ich mich so gefreut hatte.

Jetzt kam mir die Tage dieses Makai wieder in den Sinn.
Beim googlen blieb ich recht erfolglos....alles was ich
finden konnte ist,  das es wohl in einem Kochbuch von Dr. Oetker aus den
20er Jahren aufgetaucht ist.
 Nun habe ich einfach mal versucht eine Variation davon
zu machen und ich finde sie kommt dem "Original" recht nahe.

Ich habe jedoch eine Fruchtsoße dazugemacht, weil ich
gleichzeitig ein Valentins-Dessert daraus gemacht habe.



Zutaten für 4 Portionen:

500g Magerquark
250 ml Sahne
500 ml Milch
1 P Vanillepudding
Vanillezucker und Zucker nach Belieben.

Für die Fruchtsoße entweder Erdbeeren oder Himbeeren
(im Winter gefrorene Früchte verwenden)
etwas Zucker und ein bisschen Stärke zum andicken.

 

 Vanillepudding nach Packungangabe kochen.
Erkalten lassen.


Sahne mit  Vanillezucker und Zucker (nach Belieben) aufschlagen.
Den Quark dazugeben und glattrühren.


 Wenn der Pudding kalt ist
(ich habe beim Erkalten immer wieder mal den Pudding umgerührt)
in die Quarkmasse einrühren .


 Nun die Erdbeeren mit etwas Zucker erhitzen und pürieren......


 ...und mit etwas in Wasser angerührter Speisestärke andicken.


Nun in Schälchen die Creme einfüllen , glatt streichen und
die Fruchtsoße darüber gießen.

Wer keine Herzschälchen hat, kann ein flaches Schälchen
 nehmen und mit einem kleinen Löffel ein Herz in den Quark
formen. Darin dann die Soße gießen.

 

 

 









Steckrübeneintopf

Das tolle an Suppen und Eintöpfen ist, 
das man so viel damit variieren kann.

Ich habe diesmal einen 

STECKRÜBEN-EINTOPF 


gemacht.

Die Steckrübe ist bei vielen jungen Menschen immer noch ein 
recht unbekanntes Gemüse und bei den älteren löst sie immer 
eine ungute Erinnerung aus, da sie in früherer Zeit als 
arme Leute Essen und Schweinefutter galt.

Immerhin hat die Steckrübe aber vielen Menschen im ersten Weltkrieg das
Leben gerettet, denn in einem Jahr gab es eine Kartoffelmissernte und
die Leute mussten sich einen Ersatz suchen um zu überleben.
Es gab morgens bis abends Gerichte mit Steckrüben (z.B. Kuchen von Steckrüben)
und aus der Not entstand sogar ein ganzes Kochbuch mit Steckrübenrezepten.

Wer die Steckrübe nicht kennt....sie lässt sich recht schwer durchschneiden,
aber wenn man es geschafft hat Scheiben abzuschneiden ist die 
Weiterverarbeitung nicht mehr so schwer.  Roh riecht die Steckrübe wie
Kohlrabi und gekocht erinnert sie ein wenig an Süßkartoffeln.

Man sollte die Steckrübe viel öfter in der Küche verwenden,
zumal sie ein preiswertes, saisonales Wintergemüse ist.
In den normalen Supermärkten wird man die Steckrübe 
wahrscheinlich nicht finden , aber auf Wochenmärkten oder in 
Bauernläden findet man sie auf jeden Fall.

 

Für den Eintopf habe ich einen Tag vorher eine
Rindfleischbrühe aufgesetzt.
Einfach Wasser mit Salz und Rindfleisch in einen Topf geben
(ich setzte die Suppe immer kalt an)
und verschiedenes Gemüse mitkochen.
(z.B. Paprika, Tomaten, Zwiebel, Lauch, Sellerie,
 Karotten, Petersilienwurzeletc....)
Nun je nach größe des Fleisches bis zu 2 Stundne köcheln lassen.
Das Fleisch habe ich dann herausgeholt, die Brühe abgeseiht und
für den nächsten Tag weggestellt.


Für den Eintopf habe ich an Gemüse

1 Steckrübe
3 Karotten
1 Stange Lauch
und Kartoffeln 

verwendet.


Das Gemüse habe ich in recht gleich große Stücke geschnitten 
und den Lauch in halbe Scheiben.
Die Brühe wird wieder zum kochen gebracht .
Dann kommen die Karotten und die Steckrübe hinein und 
5 Minuten köcheln gelassen. Danach werden die Kartoffeln 
hinzugefügt und nach weiteren 5 Minuten der Lauch.

Das Rindfleisch wird ebenfalls gewürfelt und ganz zum 
Schluss in die heiße Suppe gegeben.
Mit Salz und Muskat abschmecken und eventuell Peterslilie 
untermischen.


Wie man sieht, nehmen die Steckrüben beim Kochen einen gelblichen Ton an.
(oben auf dem Foto im rohen Zustand haben sie fast die gleiche Farbe
wie die Kartoffeln).
So hat der Eintopf eine tolle Farbvariation bekommen.








Mittwoch, 11. Februar 2015

cremige Zucchini Lasagne - vegan


So.....durch meine Gerichtidee habe ich mich nun auch das 
erste Mal gewagt, Nudelteig selbst zu machen.

So schwer fand ich das jetzt gar nicht und auch 
geschmacklich sind sie gut gelungen.
- Jetzt ist ein Zettel mit der Aufschrift Nudelmaschine in meiner Wunschkiste gelandet - 

Ich habe eine 

cremige  Zucchini Lasagne 

mit Pilzen 


gemacht.



Für den Nudelteig (Menge reicht für eine große Lasagneform)
braucht man:

250 Hartweizengrieß
150 g Mehl
1 gute Prise Salz
200 ml Wasser
2 EL Öl

- da ich 2 kleine, runde Keramikformen benutzt habe, blieb Teig übrig.
Daraus habe ich Bandnudeln geschnitten und gekocht. Also wer nur eine
kleine Portion macht, kann auch die Hälfte des Rezeptes nehmen.


Aus den Zutaten einen Teig kneten - Mindestens 5 Minuten , besser noch länger -
er wird dann richtig geschmeidig. Man kann ihn auch von einer Maschine
machen lassen, aber ich bin so ein "Handwerker", selbst kneten ist mir lieber.


Ansonsten braucht man :
(wie gesagt auf dem Bild sieht man die Zutaten für eine große Form
aber Mengenmässig kann das auch wieder jeder nach Geschmack machen)

Zucchini
1 1/2 Schälchen braune Champignons (oder andere Pilze)
1 Zwiebel 
Lauchzwiebeln
 (ich hatte nur noch die 3 Stangen - ich hätte sonst mehr genommen)
Gemüsebrühe
Soja-Sahne (oder andere)
italienische Kräuter
Basilikum - frisch
geriebenen v-Käse
Hafer Kochcreme oder etwas anderes dickflüssigeres
(ich werde das nächste mal etwas anderes probieren, mir hat
sie nicht so gut in dieser Kombi geschmeckt)

Ausserdem : Pfeffer, Salz, Olivenöl, Muskat und 50 ml Wasser
 

Die Zucchini in dünne Scheiben hobeln.


Zwiebel fein hacken und die Frühlingszwiebeln klein schneiden .


Die Zwiebel anschwitzen und die Champignons dazugeben. 
Wenn die Pilze angebraten sind, kommen die Lauchzwiebeln dazu.
Kurz umrühren .....


und die Sahne und das Wasser dazugeben. Ebenso etwas Brühe/Pulver 
und die ital. Kräuter.
Kurz aufkochen lassen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
Die Pfanne vom Herd nehmen.


Dann das kleingeschnittene Basilikum dazugeben.


Backofen vorheitzen.
Von dem Nudelteig etwas abnehmen und auf bemehlter Fläche
sehr dünn ausrollen.


Nun Platten ausschneiden.
Da ich eine Runde Form habe, wurden meine Platten deshalb rund geschnitten.
ansonsten werden sie rechteckig gemacht.



Auf den Boden der Form etwas Olivenöl pinseln. 
Dann die erste Nudelplatte darauf legen und
mit Zucchinischeiben belegen (ruhig eine gute Portion)



Nun etwas von der Pilzsoße daraufgeben und 
weiter so aufschichten bis die Form voll ist.
(ich hatte 4 Lagen Nudelnplatten insgesamt)
Mit einer Nudelplatte abschliessen.


Nun hatte ich die Haferkochcreme mit Salz und Muskat gewürzt.
Wer keine Hafercreme mag kann es austauschen, ich werde
das nächste mal etwas Schmadartiges probieren.


Nun den v-Käse darauf verteilen und die Kochcreme darübergießen.


Bei 170-180 C° ungefähr 30-40 Minuten backen.


Wenn der Käse zu dunkel werden sollte, kann man den Backofen 
auf Unterhitze stellen (habe ich die letzen 10 Minuten gemacht).


Nun die Lasagne noch 5 Minuten stehen lassen. 
Dann kann angerichtet werden.









Caffè cremoso

Als ich die Tage wieder ein Päckchen Backkakao gekauft habe,
viel mein Blick ein paar Zentimenter weiter auf ein 
Päckchen Instant Eiskaffe. Ich habe den früher ab und zu 
mal ganz gerne getrunken nur jetzt im Winter ist mir 
das zu kalt. 
Aber warum nicht mal ein Dessert daraus machen.

Also habe ich gleich ein Päckchen mitgenommen und
mal gegoogled was es so an Desserts mit Eiskaffe gibt.
Die waren zum größten Teil alle mit  Joghurt und 
Kaffee und Joghurt....diese Geschmackskombi mag
ich gar nicht.

Also in den Kühlschrank geschaut was ich an 
Milchprodukten habe und Mascarpone gesehen.
Da ist mir dann eine Dessert-Idee gekommen.

Caffè cremoso


(cremiger Kaffee)




Zutaten für 4 Portionen:

250 g Mascarpone
1 Pck. instant Eiskaffee
einmal 300 ml Sahne
und einmal 100 ml Sahne

etwas Kakaopulver und eventuell ein paar Kekse zur Deko.




Die 100 ml Sahne nur dickflüssig aufschlagen und die 
anderen 300 ml erst pur aufschlagen und wenn sie anfängt 
steif zu werden wird der Eiskaffe dazu gegeben und 
fertig geschlagen
 (in den Kaffee ist genug Zucker drin, deshalb braucht man keinen Zucker dazugeben)
 

Nun wird Mascarpone untergerührt.


Jetzt wird die Kaffe-Creme in Tassen - wer flache Tassen hat, das ist optimal - 
gefüllt. Wer keine Tassen benutzen will, kann kleine Trinkgläser nehmen.


Die Creme wird glatt gestrichen und es kommt ein Klecks 
von der dickflüssigen Sahne darauf.
Mit Kakao und Keks garnieren und nochmal für eine halbe Stunde 
in den Kühlschrank stellen.


 Kann man auf den ersten Blick fast als Cappuchino durchgehen lassen.......




Montag, 9. Februar 2015

Retro Mango O`


Im Moment könnte ich Mangos "rauf und runter" essen.
Da bleibt oft das andere Obst etwas neben liegen.
Bevor aber die Orangen nicht mehr zu verbrauchen sind,
hab ich mir ein ganz einfaches Dessert gemischt.

Quark, Sahne etc....habe ich eigentlich immer zu Hause,
so das man relativ flexibel mit manchen Gerichten sein kann.

Ich habe eigentlich nur eine

Mango - Orangen - Quarkspeise

gemacht. Beim Anrichten kam mir so der Gedanke
 - das sieht irgendwie aus wie in einem alten Kochbuch von den 70-80 er Jahren - 
so wie man einen Nachtisch früher im Restaurant bekommen hat.


Dabei ist mir der Name

Retro Mango O`


in den Kopf gekommen und so hab ihn dann auch "getauft"



Zutaten für 6  Portionen :

500 g Quark
250 ml Sahne
Sahnesteif
Zucker nach Beliegen

Orangen
1-2 Mangos je nach Grösse
ein paar Kekse zum verzieren


Die Mangos schälen und mit einen Pürierstab pürieren.


Die Orangen filetieren und den Saft mit auffangen.
Ein paar zum Garnieren Beiseite stellen.


Ich benutze für Süßspeisen oft die kleinen Saftorangen. Die schmecken
oft schon süßer als die normalen Orangen.


Sahne mit Sahnesteif und Zucker steif schlagen und den Quark
unterrühren.


Dann die pürierte Mango unterheben.


Zum Schluß die Orangenfilets dazugeben.
(jetzt aber nur noch mit einem Löffel rühren, sonst gehen die Orangen-
stückchen kaputt)


Vor dem Servieren nochmal min. eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.


Nun in Gläser füllen und mit kleinen Keksen und Orangenstücken garnieren.


Einfach - aber sehr lecker.
Schnell gemacht und gut vorzubereiten falls man mal Gäste hat.


Auch im Sommer ein erfischendes Dessert.